Brustvergrösserung

Die Vergrößerung des Volumens der Brüste, auch Augmentation genannt, erfolgt mit Hilfe von Silikonimplantaten. Dieses Implantat wird durch einen kurzen Hautschnitt in Länge von 4-5 cm hinter die Brustdrüse oder noch tiefer hinter den Brustmuskel hineingelegt. Auf diese Weise kommt es bei kleinen Brüsten zur Vergrößerung ihres Volumens, man kann damit leichte Absenkung der Brüste oder Differenz in Größe der Brüste korrigieren. Die Operation wird nur bei Frauen ab 18. Lebensjahr durchgeführt, als Bedingung hierfür gilt ein guter gesundheitlicher Zustand und sie ist nicht empfehlenswert, wenn Sie kurzfristig Familiengründung planen.

Vor dem Eingriff erfolgt eine ausführliche Besprechung mit dem Arzt, bei welcher Sie erfahren, wie die Operation verläuft, wo das Implantat in die Brust hineingelegt wird, wie sind die möglichen Risiken des Eingriffs und der Verlauf nach der Operation, es wird die ideale Form und Größe des Implantats gewählt. Dem Operationseingriff können Sie sich erst unterziehen, wenn das Untersuchungsergebnis in Ordnung ist. Darüber hinaus werden Sie sich einer inneren präoperativen Untersuchung  unterziehen müssen, welche die Blutproben, EKG-Tests sowie eine Bewertung Ihres Gesundheitszustandes umfasst. Eine Woche vor der Operation müssen alle Arzneimittel ausgesetzt werden, welche die Blutgerinnungsfähigkeit beeinträchtigen, so z. B. Acylpyrin, Aspirin, Mironal oder Empfängnisverhütung.

Ab Mitternacht darf nichts mehr gegessen oder getrunken werden. Die eigentliche Operation erfolgt in Vollanästhesie und dauert etwa 1 Stunde. Die Dauer der Klinikaufenthalt beträgt dann im Durchschnitt 1 bis 2 Tage.

Für den Entlassungstag sollten Sie sich eine Abholung sichern, es ist nämlich nicht empfehlenswert, Kraftfahrzeuge selber zu fahren.  In der ersten Woche nach dem Eingriff wird Bettruhe empfohlen, ab zweiter Woche können Sie wieder mit alltäglichen Aktivitäten anfangen, jedoch keine schweren Arbeiten leisten. Ungefähr 1-2 Monate nach dem Eingriff tendieren die Implantate dazu, sich aufwärts zu verschieben, während dieser Zeit dürfen keine sportlichen Aktivitäten ausgeübt werden. Die Narben dürfen mindestens 2 Monate lang keiner Sonnenstrahlung ausgesetzt werden  und auch keiner Strahlung im Solarium.

Wissenswertes über die Implantate:

Die vom Hersteller angegebene durchschnittliche Lebensdauer der Implantate ist lebenslang. Während dieser Zeit bildet sich um das Implantat herum eine Tasche aus Bindegewebe, was eine normale, ganz natürliche Reaktion des Körpers auf die Anwesenheit eines fremdartigen Materials ist. Bei dem Austausch der Implantate wird gleichzeitig auch diese Gewebetasche beseitigt. Die Silikonimplantate werden seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts angewendet. Sämtliche wissenschaftliche und klinische Forschungen ergeben, dass sie keinen Krebs und keine durch eigenes Immunsystem verursachte oder rheumatische Erkrankungen erregen. Die Silikonimplantate haben keine negative Auswirkung auf die Schwangerschaft, das Stillen oder die Gesundheit der gestillten Kinder. Es wurden keine auf das Silikon reagierenden Antikörper oder Allergien gegen Silikon festgestellt. Das Silikon wird derzeit ganz gewöhnlich zu medizinischen und kosmetischen Zwecken verwendet /Klappen, Gelenke. Es gibt kein günstigeres alternatives Material und keine günstigere Methode, welche die Vergrößerung der Brüste ermöglichen würde.

Spezifische Risiken bei diesem Eingriff:

  • die Kapsel um das Implantat herum und deren Kontraktur /Verhärtung/. Um die Silikonprothese herum bildet sich im Laufe der Zeit eine Tasche - Kapsel aus Bindegewebe, was eine ganz natürliche körperliche Reaktion auf ein fremdartiges Material ist. Sie kann sehr dünn und fast unmerkbar oder im Gegenteil sehr dick und zäh sein. Ungefähr in 5% aller Fälle kann es auch zu deren Kontraktion kommen, was sich durch die Veränderung der Brustform, durch unangenehme Gefühle und Erstarrung der Brust bemerkbar macht. Wegen dieser Erscheinung kann  auch ein neuer chirurgischer Eingriff erforderlich werden, bei welchem die gegen das Implantat drückende Kapsel beseitigt wird und die Beschwerden abklingen. Es wurden auch solche Fälle beschrieben, wann es zur Bildung der Capsula wiederholt kommt, was auch die Beseitigung des Implantats erforderlich machen kann.
  • die Veränderung der Sensibilität der Brustwarze - im Sinne der erhöhten oder gesenkten Sensibilität
  • die Differenz in Form und Größe der Brüste. In der ersten Woche nach dem Eingriff dürfen die Hände nicht über den Kopf erhoben werden und mindestens einen Monat nach dem Eingriff kein Bügel-BH getragen werden, was zum Positionswechsel des Implantats führen könnte.
  • die Ruptur des Implantats. Häufig im Zusammenhang mit einer Verletzung oder einem unangemessen hohen Druck auf die Brust.
  • die Bildung einer Flüssigkeit um das Implantat herum. Sie kommt durch die Vergrößerung der Brust zum Vorschein und ist durch die Nichteinhaltung der Ruhephase nach der Operation und durch übermäßiges Turnen verursacht.
  • heraustretendes Implantat. Wird das Implantat in einen beschädigten Bereich - unter die bestrahlte oder narbenbedeckte Haut - hineingelegt, oder wenn es zu groß ist, dann kann es zur Verdünnung bis sogar zum Durchbruch der Haut und infolge dessen zum Heraustreten des Implantats kommen.
  • die Thrombosierung der Blutgefäße. In der Nähe der Prothese können zeitweilig thrombosierte /verstopfte/ kleine Blutgefäße auftreten, was als bemerkbare Stränge auf der Haut zum Vorschein kommt.

Allen Komplikationen kann man im Rahmen der präoperativen Vorbereitung vorbeugen. Einige von ihnen kommen nur ganz selten vor, sie können jedoch vorab nie ganz ausgeschlossen werden. Auch die Narbenqualität kann man nie ganz zuverlässig vorab bestimmen, da dies von individuellen Heilprozessen bei jedem Menschen abhängig ist. Für das Ergebnis der Operation kann man keine 100 % -Garantie leisten. Laut weltweit ermittelten statistischen Angaben betragen die Komplikationen 5-10%. Infolge solcher. Komplikationen kann dann eine Korrekturoperation nötig werden. 

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